Zur Causa Fischer: Manchmal ist ziviler Ungehorsam geboten

Zur Causa Fischer: Manchmal ist ziviler Ungehorsam geboten

Nachdem der Hockey-Nationaltrainer Fischer den Bannstrahl des Verbandes zu spüren bekam, meldete sich auch BAG-Direktorin Levy in unangemessener Schärfe zu Wort. Die Fakten bleiben ernüchternd: Die mRNA-Präparate von Pfizer und Moderna wurden in einem stark verkürzten Notfallverfahren zugelassen, obwohl ihre Wirksamkeit nie belegt wurde. Ihr propagiertes Ziel, Infektionen und Ausbrüche zu verhindern, haben sie denn auch weitgehend verfehlt. Stattdessen traten Risiken ein, vor denen Kritiker gewarnt hatten: ungeklärte Todesfälle nach «Impfung», teils schwere Nebenwirkungen und offene Fragen zu Langzeitfolgen.

Obwohl die Gesamtmortalität von Covid über alle Altersgruppen hinweg unter derjenigen von schweren Grippewellen lag, waren viele staatliche Massnahmen – wie die faktische Impfpflicht, Lockdowns, die Maskentragpflicht und die Diskriminierung Ungeimpfter – gerade für junge, gesunde Menschen unverhältnismässig und übergriffig.

Dass Bürger, die sich diesem Druck widersetzten, bis heute beruflich benachteiligt oder verfolgt werden, bleibt ein rechtsstaatlicher Skandal.

Noch deutlicher: Was wir erlebten, war kein „Bevölkerungsschutz“, sondern ein massiver biopolitischer Eingriff ohne wissenschaftliche Evidenz. Junge Gesunde wurden mit „Du tötest Oma!“ moralisch erpresst, während Risikogruppen isoliert wurden. Kritiker nannte man „Covidioten“ und „Schwurbler“, anstatt ihre Anliegen ernst zu nehmen.

Der Vergleich mit dunkleren Zeiten klingt hart, trifft aber ein Muster: staatliche Übergriffe, moralische Diffamierung Andersdenkender, selektiver Konformitätsdruck – alles im Namen „der Wissenschaft“. Ziviler Ungehorsam war hier nicht nur legitim, sondern moralisch geboten. Die wahren peinlichen Figuren sind nicht jene, die „Nein“ sagten, sondern die, die bis heute so tun, als sei alles richtig gewesen und weiter nach Bestrafung der Abweichler rufen.

Wer aus dieser Zeit nur lernt, man müsse es „nächstes Mal konsequenter“ machen, hat die Lektion verpasst: Der gefährlichste Feind der Freiheit ist oft der vermeintlich gutmeinende Funktionär, der im Namen der Sicherheit die Verhältnismässigkeit aus dem Blick verliert.

Dr. med. Stephan Rietiker, Baar

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