Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist

 

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

Psalm 33,12 (Lutherbibel 2017)

Unter Amerikanischen Patrioten ist der Psalm sehr beliebt; Blessed is the nation whose God is the Lord.

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist

Können nicht gerade wir Schweizer das mit dem Brustton der Überzeugung sagen? Immerhin beginnt unsere Bundesverfassung mit der Proklamation: „Im Namen Gottes des Allmächtigen“, auf jedem Fünfliber finden sich aussen am Rand die Worte: „Dominus providebit – der Herr wird versorgen“, unsere Nationalhymne ist eine grosse Verherrlichung und Lobpreisung Gottes, so dass man sie zu Recht auch ‚Schweizerpsalm‘ (in Anlehnung an die biblischen Psalmen) nennt; und schliesslich ist es nicht irgendein Ornament oder weltliches Symbol, das unsere Nationalfahne ziert, sondern das Kreuz, das Zeichen des christlichen Glaubens par excellence. – Kann ein Volk überhaupt noch christlicher sein? Kann eine Nation noch mehr Zeichen des christlichen Glaubens und der Zugehörigkeit zu Gott aufweisen als wir Schweizer? „Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.“ Doch halt! wird jetzt vielleicht mancher denken. Stimmt das wirklich? Die Symbole und Zeichen sind zwar da, aber sind sie nicht irgendwie Überreste aus einer vergangenen Zeit? Kann man die Schweiz wirklich noch als christliches Land bezeichnen? Weiss sich das Schweizervolk wirklich noch Gott, dem Gott der Bibel zugehörig? Und (und diese Kritik wiegt am schwersten) ist mit den Worten in Psalm 33 überhaupt das Volk der Schweizer gemeint? Können wir, dürfen wir diesen Vers überhaupt auf uns und unsere Nation beziehen? Ich denke, es ist völlig klar, dass der Dichter von Psalm 33 noch nichts von der Schweiz und den Schweizern wusste, sondern dass mit dem Volk, das hier gepriesen wird als Volk Gottes, das der Herr zum Erbe erwählt hat, dass damit das Volk Israel gemeint ist.

Für die anderen Völker stellte sich im Gegenüber zu Israel natürlich dauernd die Frage: Was ist den mit uns? Ist Gott ausschliesslich der Gott Israels oder kann er auch unser Gott sein? Bleiben wir einfach für immer gewissermassen draussen vor der Tür oder können wir auch irgendwie zu Gott gehören? – Wenn man das Alte Testament der Bibel liest, merkt man, wie in dieser Hinsicht ein langsamer Erkenntnisprozess stattfand. Für den Grossteil der Texte ist klar, dass nur Israel Gottes Volk ist und dass sich Gott nur um Israel kümmert, nur Israel liebt. Aber es gibt auch Texte, zum Beispiel bei den Propheten Jesaja oder Hosea (den der Apostel Paulus im Römerbrief zitiert, wir haben es auch in der Lesung gehört), wo die Erkenntnis heranreift, dass Gott letztlich der Gott aller Völker ist und dass alle Menschen in genau gleicher Weise wie die Juden zu diesem Gott gehören dürfen. Vollends ausgebildet ist diese Erkenntnis dann im Neuen Testament, so dass Paulus eben schreiben kann: „Er hat uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden“ (womit alle nichtjüdischen Völker gemeint sind). Und Petrus geht sogar so weit, in seinem Brief an nichtjüdische Gläubige die Worte zu richten (wir haben es ebenfalls gehört): „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk.“ Was bewirkte diesen Umschwung? Es war das Kommen von Jesus Christus. Jesus Christus, der Sohn Gottes, wurde ein Mensch, und zwar ein Jude. Er kam zunächst als Messias, als heilbringender Retter für das Gottesvolk Israel. Doch sein Tod am Kreuz und seine Auferstehung galten nicht nur den Juden (die ihn sowieso grösstenteils abgelehnt hatten), sondern ganz bewusst allen Menschen aus allen Völkern. Durch das, was Jesus Christus getan hat, hat jeder Mensch die Möglichkeit, ganz zu Gott zu gehören, ein Teil des auserwählten Gottesvolks zu sein. – Es gibt nur eine Bedingung dafür: Er muss an Jesus Christus als seinen persönlichen Retter glauben und ihm sein Leben anvertrauen. So ist das Volk Gottes, das Volk, das er zum Erbe erwählt hat, im Neuen Testament und seither nicht mehr durch ethnische, volksmässige Kriterien bestimmt, sondern durch das Kriterium des Glaubens. Und darum besteht das Volk Gottes seit Tod und Auferstehung von Jesus Christus nicht mehr nur aus den Juden, sondern aus allen Gläubigen auf der ganzen Welt, aus dem, was wir ‚Kirche‘ nennen. Aus diesem Grund ist es auch legitim, dass wir als Teil des neuen Gottesvolkes alle Zusagen und Verheissungen Gottes, die wir im Alten Testament finden und die damals natürlich dem Volk Israel galten, dass wir alle diese Verheissungen nun auch für uns und unser Leben hören dürfen, auch auf uns und auf die christliche Kirche beziehen dürfen. Der Herr ist auch unser Gott. Er will auch uns tragen, versorgen, beschützen, segnen. Und er hat auch uns dazu berufen, ein Segen für alle Menschen zu sein und Zeugnis von Gottes Liebe abzulegen. So dürfen wir durch Jesus Christus auch von der Kirche, von der Gemeinschaft der Gläubigen aus allen Nationen sagen: „Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.“

Amen!

Auszug aus der Predigt von Pfr. Stefan Lippuner

Nationalstolz

 

Die Nation ist mehr als nur ein politisches System, eine juristische Verfassung oder ein kurzlebiger Zeitgeist. Sie ist auch kein Gedankenkonstrukt, das in den Köpfen von Intellektuellen erdacht wurde. Die Nation ist die Wirklichkeit von Identität und Geschichte eines Volkes. Sie ist der lebendige Ausdruck einer Schicksalsgemeinschaft, die über die Jahrhunderte gewachsen ist. Jeder Angehörige einer Nation hat Anteil an diesem Schicksal.

Um uns diesen Tatsachen bewusst zu werden, müssen wir zwei grundlegende Dinge anerkennen:

1. Dass Nationen und Völker auf dieser Erde existieren.

2. Dass das Überleben unserer Nation von oberster Wichtigkeit ist.

Jegliche Diskussion mit Leuten – insbesondere Linken und Liberalen -, die diese beiden Punkte bestreiten, ist sinnlos. Mit Leuten, die die Wirklichkeit von Völkern nicht anerkennen, besteht keine Diskussionsgrundlage und demzufolge enden solche Gespräche meist mit wilden Vorwürfen und Schmähworten von Seite der Realitätsverweigerer. Was soll man von Leuten halten, die sich eine Scheinwelt zurechtkonstruieren und die Wirklichkeit des Lebens ablehnen? Natürlich existieren Völker in dieser Welt und natürlich ist jedes Volk von Natur aus bestrebt zu überleben. Es gibt kein Lebewesen in dieser Welt, das nicht überleben will. In Westeuropa greift jedoch ein Geist der Dekadenz und der Auflösung um sich. Dies ist die direkte Folge von Gesellschaften, die ihre Geschichte und ihre Identität vergessen haben. Wer sich selbst vergessen hat, der besitzt auch keinen Lebenswillen mehr.

Die Familie ist die Keimzelle eines jeden Volkes. Wer seine Familie liebt, der will von ihr jeglichen Schaden abwenden. So wie wir unsere kleine Familie lieben, so lieben wir auch unsere grosse Familie: Unser Volk, unsere Nation.

Als das jüngste Glied in der Kette von Generationen sind wir stolz auf die Werke unserer Ahnen. Wir sind dankbar dafür, dass sie die Schweiz als unsere Heimat erhalten haben. Uns verbindet mit diesem Land all die Erfolge, die Tragödien, die Schicksalsschläge und Siege unserer Vorfahren. Unser Land hat sie alle vorüberziehen sehen. Stolz zu sein auf das Eigene, auf seine Heimat, ist eine sehr menschliche Eigenschaft. Denn worauf man stolz ist, das will man beschützen und erhalten. Einen stolzen Menschen bringt man nicht so leicht aus der Fassung, er weiss was ihm wichtig ist und wofür er notfalls kämpfen würde.

Der Stolz ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Hochmut, der oft mit der Verachtung einhergeht. Der Stolz kann den Menschen zu grossen Taten anspornen, wo hingegen der Hochmut zu einem Überlegenheitswahn führen kann. Die Kehrseite davon, der Selbstzweifel und die Selbstverachtung, führen zu Unterwürfigkeit und Feigheit. Der Nationalstolz ist also eine durchaus bodenständige und ausgeglichene Eigenschaft, die verhindert, dass ein Volk in die beiden Extreme der Überlegenheit (Faschismus) oder der Selbstverachtung (Multikulturalismus) abgleitet.

Antwort eines Linken Gutmenschen:
es wär doch nöd schlimm en multikulturismus uuszläbe … wenn die ganz wält e einzigi kultur wär oder ?

Unsere Antwort:
Typisch Linke. Die denked alles von de Utopie her. I ihrem Weltbild muess d’Wirklichkeit a de Utopie agliche werden, schusch funktioniert ihres Weltbild nid.

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