Lieblich zwischen Bergen liegen Täler, die vergess ich nie

 

Lieblich zwischen Bergen liegen Täler, die vergess ich nie,
wie fünf Kindlein, die sich schmiegen lächelnd an der Mutter Knie.

Wie sie sich mit frischem Mute tummeln in der Jugend Lust,
Alpenrosen auf dem Hute, Enzianen an der Brust!

Hütten, Alpen, Schaf und Rinder, schütz, o Herr, vor Not und Harm!
Lass die Mutter, lass die Kinder ruhn in deiner Liebe Arm.

Wie geküsst vom Sonnenscheine licht erstrahlt der Alpenfirn,
leuchte Glaube, Himmelsreine, Lieb und Treu auf ihrer Stirn!

Berner Pfarrer Heinrich Hugendubel

Schlachtgebet der Eidgenossen

 

Schlachtgebet der Eidgenossen

(aus dem Dreissigjährigen Krieg)


Lasst üs abermal bätte.

Für üsi Stedt und Fläcke,

Für üsi Küeh und Geisse,

Für üsi Wittwe und Waise,

Für üsi Ross und Rinder,

Für üsi Wyb und Chinder,

Für üsi Hänne und Hahne,

Für üsi Chessel und Pfanne,

Für üsi Gäns und Aente,

Au isunderheit für üsi liebi Schwiz,

Wenn der bluetig Chrieg wett cho,

Wett alles nä, so wette mier üs trüli wehre,

Und ihn nienä dure lah,

Au der Find gar z’tod schlah.

 

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