Ich hatt’ einen Kameraden

 

 

Ich hatt’ einen Kameraden

1.
Ich hatt’ einen Kameraden, einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite, er ging an meiner Seite
im gleichen Schritt und Tritt.

2.
Eine Kugel kam geflogen; gilt sie mir, oder gilt sie dir?
Ihn hat es weggerissen, er liegt vor meinen Füssen,
als wär’s ein Stück von mir.

3.
Will mir die Hand noch reichen, derweil ich eben lad’.
Kann dir die Hand nicht geben, bleib du im ew’gen Leben
mein guter Kamerad!

 

Auch bekannt als „Der gute Kamerad

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 68, Seite 30, Buch 53

Sappeur- (Pontonier-) Lied

 

Sappeur- (Pontonier-) Lied

1.
Des Morgens um halb sechse stehn wir auf – und
steigen aufs – Gerüst hinauf. Refr.: Darum aufgeschaut,
fest Gerüst gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz
her).

2.
Fällt einer vom Gerüst herab, so findet er – sein kühles
Grab. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst gebaut und
auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

3.
Sechs Zimmerleute tragen ihn zur Ruh und decken ihn
– mit Erde zu. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst
gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

4.
Sechs Kinder laufen hinterm Sarge her. Sie haben kei-
nen Vater mehr. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst
gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

5.
Ich bin ja nur ein armer Zimmermann, versauf mein Geld,
so gut ich kann. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst
gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

 

Auch bekannt unter „Frühmorgens um halb sechse“ oder „Zimmermannsklatsch

Das Lied ist ein Zunftbrauch, insbesondere der Zimmerleute, bei dem zwei oder in einer Reihe mehrere Gesellen sitzend oder stehend mit Unterstützung von Gesang im Takt und genau in vorgegebener Reihenfolge auf die Oberschenkel, Hüften und gegeneinander in die Hände klatschen. Geklatscht wird auch in schwierigen Formationen, wie im Dreier-, Vierer-, Siebenerklatsch sitzend oder stehend oder im Viererklatsch zwei Gesellen sitzend und zwei stehend.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 67, Seite 30, Buch 53

Und wir müssen auf der Strass’ marschieren

 

 

Und wir müssen auf der Strass’ marschieren

1.
Und wir müssen auf der Strass marschieren,
können nicht aus Reih und Gliede gehen:
Heute leben wir noch miteinander,
morgen ist es wohl um uns geschehn.

2.
Und wir haben doch in unseren Herzen
all die Freuden, die das Leben gibt:
Wein und Lieder, Sonne und die Sterne
und ein Mägdlein, das uns herzlich liebt.

3.
Können wir uns nicht vom Hasse trennen
und ein Mensch zum andern Menschen sein?
Ach, so viele sind auf dieser Erde
von dem Anfang bis zum End allein.

4.
Lasst uns weiter auf der Strass marschieren,
immer weiter bis zur Dunkelheit…
bis dass wir und alle miteinander
an uns fallen in der Müdigkeit.

 

Ein Soldatenlied, getextet und komponiert von Hans Roelli (1889-1962).

 

Im 2. Weltkrieg war Roelli rund 300 Mal zu Konzerten bei der Schweizer Armee im Aktivdienst. Er schrieb diverse Soldatenlieder, von denen sich dieses auch ausserhalb der Armee grosser Beliebtheit erfreute. Auf dem Album „Hüttenlieder – gesungen von der Jungen Kirche Zollikerberg“ macht es den Anfang.

 

Gitarre, Gesang: Jean-Marc Monhart, aufgenommen am 20. 10.2011

 

Auf der offiziellen Hans & Margit Roelli Stiftung Webseite heisst das Lied Marsch auf der öden Strasse und die 4. Strophe fehlt, warum auch immer.

Die blauen Dragoner

 

 

Die blauen Dragoner

1.
Die blauen Dragoner, sie reiten mit klingendem Spiel durch das Tor.
Fanfaren sie begleiten hell zu den Dünen empor.

Refr.: Weit ist der Weg zurück ins Heimatland, so weit, so weit.
Dort, wo die Sonne hinterm Waldesrand, liegt die neue Zeit.
Jeder brave Füsilier sehnt heimlich sich nach ihr.

2.
Die wiehernden Rosse, sie traben, die Birken, die neigen im Wind.
Die Fähnlein auf den Lanzen flattern im Morgenwind.

Refr.: Weit ist der Weg zurück ins Heimatland, so weit, so weit.
Dort, wo die Sonne hinterm Waldesrand, liegt die neue Zeit.
Jeder brave Füsilier sehnt heimlich sich nach ihr.

3.
Morgen, da müssen sie reiten, mein Liebster wird bei ihnen sein.
Morgen in alle Weiten, morgen, da bin ich allein.

Refr.: Weit ist der Weg zurück ins Heimatland, so weit, so weit.
Dort, wo die Sonne hinterm Waldesrand, liegt die neue Zeit.
Jeder brave Füsilier sehnt heimlich sich nach ihr.

4.
Morgen, da müssen sie reiten, mein Liebster wird bei ihnen sein.
Morgen in alle Weiten, morgen, da bin ich allein.

Refr.: Weit ist der Weg zurück ins Heimatland, so weit, so weit.
Dort, wo die Sonne hinterm Waldesrand, liegt die neue Zeit.
Jeder brave Füsilier sehnt heimlich sich nach ihr.

 

Die 4. Strophe ist wie die erste.

 

Die blauen Dragoner ist ein deutsches Volks- und Soldatenlied, welches zu Beginn des Ersten Weltkrieges entstand. Den Text verfasste G.W. Harmssen 1914, die Musik stammt von Hans Hertel 1929.

 

Als Dragoner bezeichnete man ursprünglich berittene Infanterie, die ihre Pferde primär zum Transport, nicht aber für den Kampf verwendete. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich fast überall zur Schlachtenkavallerie. In einigen Streitkräften führen manche Regimenter den Namen aus Traditionsgründen noch heute im Verbandsnamen.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 61, Seite 27, Buch 53

Funkerlied

 

Funkerlied

1.
Alle aufgepasst!
Alle Tritt gefasst!
Wir marschieren in Reih und Glied.
Alle aufgepasst!
Alle Tritt gefasst!
Denn wir singen das Funkerlied.
Von der Funkerei,
und der Liebe nebenbei,
singt alle fröhlich mit,
singt, Kameraden, mit:

Refr.:
In dem Städtchen
wohnt ein Mädchen
und das lieben wir so sehr,
denn es hat zwei blaue Augen,
blonde Haare,
neunzehn Jahre,
ei, was wollen wir noch mehr,
wir Funkersoldaten.
Denn wir sind ja von der … Kompanie,
und wir geben stets: Ich liebe, liebe Sie!
Und alle Mädchen singen mit.
Di-do-di-di, di-do-di-di.
es lebe uns’re Hammerkompagnie.

2.
Kommt der Sonntag dann,
geht es mit Hurra
in das Städtelein hinein.
Jeder zeiget dann,
dass er tanzen kann
mit dem schönsten Mägdelein.
Wenn die Geige singt
und ein Walzerlied erklingt,
singt alle fröhlich mit,
singt, Kameraden mit:

Refr.:
In dem Städtchen
wohnt ein Mädchen
und das lieben wir so sehr,
denn es hat zwei blaue Augen,
blonde Haare,
neunzehn Jahre,
ei, was wollen wir noch mehr,
wir Funkersoldaten.
Denn wir sind ja von der … Kompanie,
und wir geben stets: Ich liebe, liebe Sie!
Und alle Mädchen singen mit.
Di-do-di-di, di-do-di-di.
es lebe uns’re Hammerkompagnie.

3.
Ist der Dienst auch schwer,
drückt das MG sehr,
wir verzagen dennoch nicht,
ob auch schmerzt die Hand,
ob auch knirscht der Sand,
der Schweiss tritt ins Gesicht.
Dann ertönt ein Lied,
wie von selbst aus Reih und Glied,
singt alle fröhlich mit,
singt Kameraden, mit:

Refr.:
In dem Städtchen
wohnt ein Mädchen
und das lieben wir so sehr,
denn es hat zwei blaue Augen,
blonde Haare,
neunzehn Jahre,
ei, was wollen wir noch mehr,
wir Funkersoldaten.
Denn wir sind ja von der … Kompanie,
und wir geben stets: Ich liebe, liebe Sie!
Und alle Mädchen singen mit.
Di-do-di-di, di-do-di-di.
es lebe uns’re Hammerkompagnie.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 60, Seite 27, Buch 53

Das Leben ist ein Würfelspiel

 

Das Leben ist ein Würfelspiel

1.
Das Leben ist auch ein Würfelspiel,
wir würfeln alle Tage.
Dem einen bringt das Schicksal viel,
dem and’ren Müh’ und Plage.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

2.
Wir würfeln, dass die Platte kracht,
nach alter Landsknecht Sitte.
Schon mancher, der das Spiel verlacht,
verschwand aus unsrer Mitte.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

3.
Noch würfeln wir um unser Glück
und um ein gut Gelingen.
Vielleicht auch bald um das Genick,
wenn die Granaten singen.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

4.
Doch Furcht, die ist uns unbekannt,
wie auch die Würfel liegen.
Wir kämpfen für das Vaterland
und glauben, dass wir siegen.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

5.
Und auch im Himmel wollen wir
den Würfelbecher schwingen.
Und noch im himmlischen Revier
Soldatenlieder singen !

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

 

1935

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 58, Strophen 1-2 & 5, Seite 26, Buch 53

Alle Rosen, sie blühen am Wege so rot

Alle Rosen, sie blühen am Wege so rot

1.
Dass ihr’s hört, so ist die Kompanie, sie geht vor, doch zurück geht sie nie.

Refr.:
Alle Rosen, sie blühen am Wege rot, wir marschieren, marschieren vorbei.
Vielleicht sind wir morgen schon bleich und tot, du und ich und die ganze Reih’.

2.
Trummler trummle, halte uns im Schritt, jeder Mann, jeder Fuss geht mit.

Refr.:
Alle Rosen, sie blühen am Wege rot, wir marschieren, marschieren vorbei.
Vielleicht sind wir morgen schon bleich und tot, du und ich und die ganze Reih’.

3.
Hauptmann, reit auf deinem Schimmel zu, heute gibt’s keinen Wein, keine Ruh.

Refr.:
Alle Rosen, sie blühen am Wege rot, wir marschieren, marschieren vorbei.
Vielleicht sind wir morgen schon bleich und tot, du und ich und die ganze Reih’.

4.
Lütenand, zieht deinen Sabel ’raus, mit dem Liebelen ist es aus.

Refr.:
Alle Rosen, sie blühen am Wege rot, wir marschieren, marschieren vorbei.
Vielleicht sind wir morgen schon bleich und tot, du und ich und die ganze Reih’.

5.
Kämen wir zurück und wär’s getan, trinken wir einen Rausch uns an.

Refr.:
Alle Rosen, sie blühen am Wege rot, wir marschieren, marschieren vorbei.
Vielleicht sind wir morgen schon bleich und tot, du und ich und die ganze Reih’.

6.
Und du schenkst mir immer wieder ein, herrlich könnte das Leben sein.

Refr.:
Alle Rosen, sie blühen am Wege rot, wir marschieren, marschieren vorbei.
Vielleicht sind wir morgen schon bleich und tot, du und ich und die ganze Reih’.

 

Von Hans Roelli 1889-1962

Auch bekannt als  „Alle Rosen“

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 54, Seite 25, Buch 53

Frühmorgens singt die Amsel

 

Frühmorgens singt die Amsel

1.
Frühmorgens singt die Amsel, frühmorgens singt der Star
die schönsten Liebeslieder im Frühling, Jahr für Jahr. Und
wenn wir so marschieren, frühmorgens querfeldein, so
wecken uns die Lieder der kleinen Vögelein.

Refr.: Und plötzlich ruft der Unteroffizier:
Singen! Liebes Mädel, schönes Kind, du, du, du:
weisst ja nicht, wie treu wir sind, du, du, du; denn wir sind ja
Soldaten und keine Herzpiraten. Wir lieben nur ein Mägdelein,
und das bist du allein.

2.
An einem Sonntagmorgen marschieren wir durchs Land:
an einer Gartenmauer, ein kleines Mädel stand. Sie hatte rote
Rosen zum Grusse mir gepflückt und so, als wär ichs selber, fest
an ihr Herz gedrückt.

Refr.: Und plötzlich ruft der Unteroffizier:
Singen! Liebes Mädel, schönes Kind, du, du, du:
weisst ja nicht, wie treu wir sind, du, du, du; denn wir sind ja
Soldaten und keine Herzpiraten. Wir lieben nur ein Mägdelein,
und das bist du allein.

3.
Sind Jahre dann verflossen und ist der Dienst dann aus,
so kehre ich für immer in meiner Liebsten Haus. Dann pflück
ich rote Rosen und stelle mich postiert, wenn meine alte Truppe
an mir vorbeimarschiert.

Refr.: Und plötzlich ruft der Unteroffizier:
Singen! Liebes Mädel, schönes Kind, du, du, du:
weisst ja nicht, wie treu wir sind, du, du, du; denn wir sind ja
Soldaten und keine Herzpiraten. Wir lieben nur ein Mägdelein,
und das bist du allein.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 53, Seite 24, Buch 53

La canzone del Mitragliere

La canzone del Mitragliere

1.
Allarme, allarme o mitraglier, corri, corri al tuo dover,
appresta il parco coi tuoi cavalli, noi partirem per monti e valli.
Addio bella, ritornerò, ed all’altare ti condurrò! Addio bella,
ritornerò, ed all’altare ti condurrò! Refr.: O mitragliere che passi
per la via, o mitragliere tu m’hai portata via. Sei bello, sei fiero,
tu con la tua mitraglia. Ma che farai di me nel di della
battaglia?

2.
Lassù nei monti, in posizione della mitraglia è la canzone,
e la sua eco tuonerà, se un di qualcuno oserà. Avanti, avanti con
ardimento, per l’onore del Reggimento. Avanti, avanti con ardi-
mento, per l’onore del Reggimento. Refr.: O mitragliere che passi
per la via, o mitragliere tu m’hai portata via. Sei bello, sei fiero,
tu con la tua mitraglia. Ma che farai di me nel di della
battaglia?

3.
Quando sinizia la battaglia, sulle nostre spalle o mitraglia,
sbalzando avanti ti saprem portar, onde il nemico decimar. Ma
no giammai noi celerem, fieri ai tuoi piè noi morirem. Ma no
giammai noi cederem, fieri ai tuoi piè noi morirem. Refr.: O
mitragliere che passi per la via, o mitragliere tu m’hai portata
via. Sei bello, sei fiero, tu con la tua mitraglia. Ma che farai di
me nel di della battaglia?

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 52, Seite 24, Buch 53

 

Lass dich zum Abschied küssen …

Lass dich zum Abschied küssen …

1.
Lass dich zum Abschied küssen herzallerliebstes Kind,
wenn wir ins Feld nun müssen, weil wir Soldaten sind.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

2.
Lass mich noch einmal spüren den Druck der kleinen Hand,
bald werden wir maschieren, uns ruft das Vaterland.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

3.
Wenn ich auch viele Tage ferne von dir nun bin, dein
lichtes Bild ich trage immer in meinem Sinn.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

4.
Es wird mich stets begleiten anmutig, hell und schön, bis
zu den frohen Zeiten, da wir uns wiedersehen.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 50, Seite 23, Buch 53

Ghaue-n-oder gstoche!

Ghaue-n-oder gstoche!

1.
Soldaten marschieren durch das kleine Land. Haarus, juchhei !
Mit Sack und Pack und dem Gewehr in der Hand, und das ist
unser Feldgeschrei.

Refr.: Jetzt ghaue-n-oder gstoche ! Mr wänd fry Schwyzer sy !
Mr hend stahlharti Chnoche und schlönd wie d’Leue dri.
[: Söll eine cho, haarus, mir gheied en zum Ländli us ! :]

2.
Soldaten stehen auf der treuen Wacht. Haarus, juchhei !
Beschützen die Heimat wohl bei Tag und Nacht und denken an
ihr Feldgeschrei.

Refr.: Jetzt ghaue-n-oder gstoche ! Mr wänd fry Schwyzer sy !
Mr hend stahlharti Chnoche und schlönd wie d’Leue dri.
[: Söll eine cho, haarus, mir gheied en zum Ländli us ! :]

3.
Du blondhaarig Mägdlein dort am Fensterlein. Haarus, juchhei !
Übers Jahr trägst du ein golden Ringelein, doch jetzt ist
unser Feldgeschrei.

Refr.: Jetzt ghaue-n-oder gstoche ! Mr wänd fry Schwyzer sy !
Mr hend stahlharti Chnoche und schlönd wie d’Leue dri.
[: Söll eine cho, haarus, mir gheied en zum Ländli us ! :]

4.
Und kommt der Feind an unser Land heran. Haarus juchhei !
Wir wollen ihn mit heissem Blei empfah’n, denn das ist
unser Feldgeschrei.

Refr.: Jetzt ghaue-n-oder gstoche ! Mr wänd fry Schwyzer sy !
Mr hend stahlharti Chnoche und schlönd wie d’Leue dri.
[: Söll eine cho, haarus, mir gheied en zum Ländli us ! :]

5.
Und sterben wir dereinst im roten Blut. Haarus, juchhei !
Dann singen unsre Buben es voll Heldenmut, und das ist
unser Kampfgeschrei.

Refr.: Jetzt ghaue-n-oder gstoche ! Mr wänd fry Schwyzer sy !
Mr hend stahlharti Chnoche und schlönd wie d’Leue dri.
[: Söll eine cho, haarus, mir gheied en zum Ländli us ! :]

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 47, Seite 21, Buch 53

Florian Geyer

 

 

Florian Geyer

1.
Wir sind des Geyers schwarze Haufen, hai-ah-ho, wir
wollen mit Tyrannen raufen, hai-ah-ho. Refr.: Spiess voran,
drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!

2.
Der Florian Geyer führt uns an, hai-ah-ho, schon mancher
über die Klinge sprang, hai-ah-ho. Refr.: Spiess voran,
drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!

3.
Als Adam grub und Eva spann, hai-ah-ho, wo blieb denn
da der Edelmann, hai-ah-ho. Refr.: Spiess voran,
drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!

4.
Des Edelmannes Töchterlein, hai-ah-ho, das schicken wir
in die Höll’ hinein, hai-ah-ho. Refr.: Spiess voran,
drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!

5.
Geschlagen ziehen wir nach Haus, hai-ah-ho, unsre Enkel
fechtens besser aus, hai-ah-ho. Refr.: Spiess voran,
drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!

6.
Als Sieger kehren wir nach Haus, hai-ah-ho, und trinken
einen Siegesrausch, hai-ah-ho. Refr.: Spiess voran,
drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!

 

Auch bekannt als „Wir sind des Geyers schwarzer Haufen“

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 46, Seite 21, Buch 53

 

 

Eine Kompanie Soldaten

 

Eine Kompanie Soldaten

1.
Eine Kompagnie Soldaten, wieviel Leid und Freud ist das!
Und es fallen die Granaten in die Kompagnie Soldaten, und
gar mancher beisst ins Gras.

2.
Eine Kompagnie Soldaten, ei wie singet die so hell! Wie
die Lerche über Saaten singt die Kompagnie Soldaten,
Landsturmmann und Junggesell.

3.
Ein Kompagnie Soldaten, o das ist viel Blut und rot!
Denn die Feinde sind geraten in die Kompagnie Soldaten,
und, ach, Hauptmann, du bist tot. Eine Kompagnie
Soldaten, wieviel Leid und Freud ist das!

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 45, Seite 20, Buch 53

Die graue Reiterei

 

Die graue Reiterei

1.
Der Wind weht über die Felder, ins regennasse Zelt. Der
Hauptmann stürmt gen Geldern, seine Reiter ziehn ins Feld.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

2.
Es ziehn in langen Reihen, das erste Regiment, zu zweien
und zu dreien, der Hauptmann reit’ am End.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

3.
Und drüben im fernen Flandern, da mäht der Schnitter
Tod; viel Kreuz’ am Wegesrande, erglühn im Abendrot.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

4.
Drauf schlagen Nachtigallen wie Flöten und Schalmein,
gesungen hat’s vor allem, die graue Reiterei.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

 

Auch bekannt unter  „Der Wind weht über Felder“ (des Kaisers Reiterei) mit Kaiser statt Hauptmann

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 44, Seite 20, Buch 53

Flandern in Not

 

Flandern in Not

1.
Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen, er trägt
ein undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld
marschieren, lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

2.
Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel, schön wie ein
Cherubim vom Himmel. Wenn Mägdlein ihren Reigen
schreiten, tut er mit ihnen im Tanze gleiten.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

3.
Der Tod kann auch die Trommel rühren, du kannst den
Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt lang, er trommelt
laut, er trommelt auf einer Totenhaut
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

4.
Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat’s das Blut vom
Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Lands-
knecht man zum Grabe trug.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

5.
Der dritte Wirbel ist solang gegangen, bis der Landsknecht
von Gott seinen Segen empfangen. Der vierte Wirbel ist leis
und lind, als wiegt eine Mutter in Schlaf ihr Kind.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

6.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann
lächelnd im Tanze schreiten, er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

 

Auch als „Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen“ bekannt

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 41, Seite 19, Buch 53

Der Trommelknabe

 

Der Trommelknabe

1.
Wir ziehen über die Strassen mit schwerem, festem Schritt.
Und über uns die Fahne, sie flattert lustig mit. Refr.: Don,
don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

2.
Voran der Trommelknabe schlägt seine Trommel gut; er
weiss noch nichts von Liebe, weiss nicht, wie Scheiden tut.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

3.
Er trommelte schon manchem wohl in das kühle Grab,
und dennoch liebt ein jeder kleinen Trommelknab.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

4.
Vielleicht bin ich es morgen, der sterben muss im Blut.
Der Knab’ weiss nichts, von Liebe, weiss nicht, wie Sterben tut.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

5.
Sankt Jörg, der edle Ritter, verleih uns neuen Mut.
Für Vaterland und Ehre vergiessen wir das Blut.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

 

Auch bekannt als „Wir ziehen über die Strassen“

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 40, Seite 18, Buch 53

Vom Barette schwankt die Feder

 

Vom Barette schwankt die Feder

1.
Vom Barette schwankt die Feder, biegt und wiegt im Winde
sich; unser Wams von Büffelleder ist zerfetzt von Hieb
und Stich. Ja von Stich und Hieb und ein Lieb muss ein, ja
muss ein Landsknecht haben.

2.
Unsre Linke an dem Schwerte, in der Rechten einen Spiess,
kämpfen wir, soweit die Erde, bald für das und bald für dies.
Ja für dies und das, Suff und Frass muss ein, ja muss ein Lands-
knecht haben.

3.
Ruhm und Beute zu gewinnen, ziehn wir mutig in die
Schlacht. Einmal müssen wir von hinnen, hurtig drum bei Tag
und Nacht. Ja bei Nacht und Tag, was er mag, muss ein, ja
muss ein Landsknecht haben.

4.
Sollte ich einst liegen bleiben in der bluterfüllten Schlacht,
sollt ihr mir ein Kreuzlein schneiden auf den tiefen, dunklen
Schacht! Ja mit Trommeln viel und Pfeifenspiel sollt ihr, ja
sollt ihr mich begraben.

5.
Landsknechtleben, lustig Leben, in der Schenke heijuhei!
Hockt ein fader Kerl daneben, Ali Pascha steh ihm bei. Ja,
so schmeisst ich ihn raus, ha,ha,ha, reines Haus muss ein,
ja muss ein Landsknecht haben.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 39, Seite 18, Buch 53

HV-Lied (Heiba bariba)

HV-Lied (Heiba bariba)

1.
Es wär jetzt a de Zyt, doch wer sammlet mir die Lüt, es
nimmt mi wunder, wo de Weibel wieder umelit, drum singed
heiba bariba, isch Zimmertour no nöd da, das isch es cheibe
G’stürm, ich chumm mer vor wie i de Epa, singed heiba bariba,
heiba bariba, wänn fangt ’s HV a?  Refr.: Bedudedudelädä, bedude-
dedelädä, wänn fangt ’s HV a?

2.
Und wenn mer denn scho fascht e Schtund im  Gängli usse
schtönd und eus vo eusem Weibel umenander hetze lönd, dänn
singet hei … warum chan er’s nöd si la, er hät doch sicher
anders z’tue und isch nöd nu für das da, singet heiba bariba,
heiba bariba, wänn fangt ’s  HV a? Refr.: Bedudedudelädä, bedude-
dedelädä, wänn fangt ’s HV a?

3.
Doch äntli staht die ganzi Kompanie in Reih und Glied,
und niemer weiss, wo jetzt  au  no de Kadi steckt und blibt,
drum singet hei… Ich glaub er isch jetzt doch da und wenn mer
all am Plätzli stönd, dänn tuet er sicher afa, singet heiba bariba,
heiba bariba, wänn fangt ’s HV a? Refr.: Bedudedudelädä, bedude-
dedelädä, wänn fangt ’s HV a?

4.
Herr Oberlütenand, ich mälde … Kp., ’s wird wohl nöd
wieder wie geschter eine zwenig si, drum singed heiba bariba,
de Schär, de Cheib, söll istah, de Meier het kei Mütze, Gottver-
deckel, wo isch die hicho, singed heiba bariba, heiba bariba,
wänn fangt ’s HV a? Refr.: Bedudedudelädä, bedude-
dedelädä, wänn fangt ’s HV a?

5.
Kompagnie daher, wer schliicht denn det no hinehär, ja,
mini Herre, wänn Sie meined, ’s chönn so wiitergah, so singed
heiba bariba, an alte Platz go ischtah, de Tschumpelzug söll
ruhig si, susch müemer nomal afa, singed heiba bariba, heiba
bariba, jetzt händer ’s HV gha! Refr.: Bedudedudelädä, bedude-
dedelädä, wänn fangt ’s HV a?

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 37, Seite 17, Buch 53

Lieber Kamerad

Lieber Kamerad

1.
Ach, was willst Du traurig sein, lieber Kamerad, überall
lacht Sonnenschein, winkt uns hell und roter Wein, reck den
Rücken grad. Refr.: Drücken dich die Sorgen, leg sie auf die
Schultern mir, heute und auch morgen trag ich sie mit dir.

2.
Wenn wir wandern in der Nacht, lieber Kamerad, wo ein
warmes Lichtlein lacht, träume, dass dein Liebchen wacht,
deiner denkt es grad. Refr.: Drücken dich die Sorgen, leg sie auf
die Schultern mir, heute und auch morgen trag ich sie mit dir.

3.
Ist’s im Morgenrot nicht schön, lieber Kamerad, wenn wir
durch die Wälder gehn, wenn wir auf dem Berge stehn, reck
den Rücken grad. Refr.: Drücken dich die Sorgen, leg sie auf
die Schultern mir, heute und auch morgen trag ich sie mit dir.

4.
Wird der Dienst zu Ende sein, lieber Kamerad, richten wir
das Leben ein, wie wir woll’n, es müsse sein, reck den Rücken
grad. Refr.: Drücken dich die Sorgen, leg sie auf die Schultern
mir, heute und auch morgen trag ich sie mit dir.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 36, Seite 16, Buch 53

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