Kamerad an meiner Seite

 

 

Kamerad an meiner Seite

 

1.
Kamerad an meiner Seite,
lass Dein leuchtend Auge seh’n,
und ich weiss, dass wir im Streite
treu und fest zur Fahne steh’n.

Ref: Du für mich, ich für Dich –
beide aber Hand in Hand
für ein freies Vaterland.


2.

Kamerad im gleichen Gliede
sage mir ein gutes Wort,
heute lacht uns noch der Friede,
morgen reisst der Sturm uns fort.

Ref: Dich und mich, mich und Dich,
und auf einmal ist’s zu spät,
weil der Schnitter Mahden mäht.


3.

Kamerad auf Tod und Leben
denke stets an jenen Tag,
der zum Lieben und Vergeben
jedes Herz erweichen mag.

Ref: Wo Du mir, wo ich Dir,
wo der Freund zur letzten Ruh’
drückt des Freundes Auge zu.

 

Heimatarchiv:
Kamerad an meiner Seite – Mumenthaler, 1941/42, Seite 11+13, Buch 57

Die graue Reiterei

 

Die graue Reiterei

1.
Der Wind weht über die Felder, ins regennasse Zelt. Der
Hauptmann stürmt gen Geldern, seine Reiter ziehn ins Feld.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

2.
Es ziehn in langen Reihen, das erste Regiment, zu zweien
und zu dreien, der Hauptmann reit’ am End.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

3.
Und drüben im fernen Flandern, da mäht der Schnitter
Tod; viel Kreuz’ am Wegesrande, erglühn im Abendrot.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

4.
Drauf schlagen Nachtigallen wie Flöten und Schalmein,
gesungen hat’s vor allem, die graue Reiterei.
Refr.: Taritara, taritara, wir sind die graue Reiterei.

 

Auch bekannt unter  „Der Wind weht über Felder“ (des Kaisers Reiterei) mit Kaiser statt Hauptmann

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 44, Seite 20, Buch 53

Flandern in Not

 

Flandern in Not

1.
Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen, er trägt
ein undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld
marschieren, lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

2.
Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel, schön wie ein
Cherubim vom Himmel. Wenn Mägdlein ihren Reigen
schreiten, tut er mit ihnen im Tanze gleiten.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

3.
Der Tod kann auch die Trommel rühren, du kannst den
Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt lang, er trommelt
laut, er trommelt auf einer Totenhaut
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

4.
Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat’s das Blut vom
Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Lands-
knecht man zum Grabe trug.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

5.
Der dritte Wirbel ist solang gegangen, bis der Landsknecht
von Gott seinen Segen empfangen. Der vierte Wirbel ist leis
und lind, als wiegt eine Mutter in Schlaf ihr Kind.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

6.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann
lächelnd im Tanze schreiten, er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

 

Auch als „Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen“ bekannt

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 41, Seite 19, Buch 53

Beresinalied

Am 28. November 1812 fielen bei Brilevskoye Pole (Belarus) 1000 Schweizer Soldaten in Napoleons Diensten in der Schlacht an der Beresina. Halten wir die gefallenen Eidgenossen in Ehren!

 

 


Beresinalied

1.
Unser Leben gleicht der Reise eines Wandrers in der Nacht,
jeder hat in seinem Gleise, etwas, das ihm Kummer macht.

2.
Aber unerwartet schwindet vor uns Nacht und Dunkelheit,
und der Schwergedrückte findet Linderung in seinem Leid.

3.
Darum lasst uns weitergehen; weichet nicht verzagt zurück!
Hinter jenen fernen Höhen wartet unser noch ein Glück.

4.
Mutig, mutig, liebe Brüder, gebt die bangen Sorgen auf;
morgen steigt die Sonn` schon wieder freundlich an dem Himmel auf.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 16, Seite 8, Buch 53

Es Burebüebli mahn-i-nid

 

 

Es Burebüebli mahn-i-nid

1.
Es Burebüebli mahn-i nid, das gseht me mir wohl a,
juhe! Fideri, fidera, fiderallalla …

2.
s`muess eine si gar hübsch und fin, darf keini Fähler ha,
juhe! Fideri, fidera, fiderallalla …

3.
Und Herebüebli git’s ja nid, wo keiner Fähler hei,
juhe! Fideri, fidera, fiderallalla …

4.
Drum bliben-i ledig bis in den Tod, so het die Lieb es
Änd, juhe!

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 15, Seite 7, Buch 53

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