Bin ein fahrender Gesell

 

Bin ein fahrender Gesell

1.
Bin ein fahrender Gesell, kenne keine Sorgen, nährt mich
heut der Felsenquell, tun es Reben morgen. Bin ein Ritter lobe-
sam, reit auf Schusters Rappen, führ den lockern Zeisighahn und
den Spruch im Wappen. Refr.: Nur immer lustig Blut und
heitrer Sinn, ja futsch ist futsch, und hin ist hin.

2.
Zieh ich in ein Städtchen ein, spür ich’s im Gehirne,
wo man trifft den besten Wein und die schönste Dirne.
Spielmann lächelt wohlgemut, streicht die Fidel schneller,
und ich werf ihm in den Hut meinen letzten Heller.
Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn, ja futsch
ist futsch, und hin ist hin.

3.
Meister Wirt, darfst heut nicht ruhn, schlag heraus den
Zapfen. Back, Frau Wirtin, mir ein Huhn und zum Nachtisch
Krapfen. Was ich heut nicht zahlen kann, zahlen will ich’s künf-
tig, darum schreib’s mit Kreide an, Wirt, und denk vernünftig.
Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn, ja futsch
ist futsch, und hin ist hin.

4.
Wein dir nicht die Äuglein trüb, Mägdelein, vor Trauer,
fahrender Gesellen Lieb ist von kurzer Dauer. Fahrender Gesellen
Lieb endet vor den Toren, wein dir nicht die Äuglein trüb, hast
nicht viel verloren. Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn,
ja futsch ist futsch, und hin ist hin.

5.
Kommt ein Stern mit einem Schwanz, will die Welt zertrümmern,
leiert euren Rosenkranz, mich soll’s wenig kümmern!
Wird dem Weltenbrand zum Raub Berg und Tal und Heide,
wird das Wirtshaus auch zu Staub, schwarzes Brett und Kreide.
Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn, ja futsch
ist futsch, und hin ist hin.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 35, ohne Strophe 2, Seite 16, Buch 53

Hans Spielmann stimme deine Fiedel

 


Hans Spielmann stimme deine Fiedel

1.
Hans Spielmann stimme deine Fiedel, es geht im Schritt
und Tritt. Zum Abschied noch ein muntres Liedel, wer Lust hat,
singe mit.
Refr.: Wir ziehen in die Weite, ja weite, wunderschöne
Welt hinaus. Frischauf zum frohen Wandern, wer Lust hat,
bleibt zu Haus.

2.
Ist heut der Himmel blau und heiter und morgen grau und
trüb, wir ziehen unsere Strasse weiter und singen noch ein Lied.
Refr.: Was soll denn weiter werden, als zu n`em Bauern in ein
warmes Nest? Das macht uns kein Beschwerden, s`ist besser als
Arrest.

3.
Und kommen auch mal schwere Zeiten, der Hunger plagt
uns sehr, der Wirt will uns kein Mahl bereiten, dieweil der
Beutel leer.
Refr.: Das macht uns keine Sorgen, sagt an, ihr Herrn,
was kostet eure Welt? Mit Fiedel und mit Bogen ist auch ein
Fest bestellt.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 19, Seite 9, Buch 53

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