Vom Barette schwankt die Feder

 

Vom Barette schwankt die Feder

1.
Vom Barette schwankt die Feder, biegt und wiegt im Winde
sich; unser Wams von Büffelleder ist zerfetzt von Hieb
und Stich. Ja von Stich und Hieb und ein Lieb muss ein, ja
muss ein Landsknecht haben.

2.
Unsre Linke an dem Schwerte, in der Rechten einen Spiess,
kämpfen wir, soweit die Erde, bald für das und bald für dies.
Ja für dies und das, Suff und Frass muss ein, ja muss ein Lands-
knecht haben.

3.
Ruhm und Beute zu gewinnen, ziehn wir mutig in die
Schlacht. Einmal müssen wir von hinnen, hurtig drum bei Tag
und Nacht. Ja bei Nacht und Tag, was er mag, muss ein, ja
muss ein Landsknecht haben.

4.
Sollte ich einst liegen bleiben in der bluterfüllten Schlacht,
sollt ihr mir ein Kreuzlein schneiden auf den tiefen, dunklen
Schacht! Ja mit Trommeln viel und Pfeifenspiel sollt ihr, ja
sollt ihr mich begraben.

5.
Landsknechtleben, lustig Leben, in der Schenke heijuhei!
Hockt ein fader Kerl daneben, Ali Pascha steh ihm bei. Ja,
so schmeisst ich ihn raus, ha,ha,ha, reines Haus muss ein,
ja muss ein Landsknecht haben.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 39, Seite 18, Buch 53

Beresinalied

Am 28. November 1812 fielen bei Brilevskoye Pole (Belarus) 1000 Schweizer Soldaten in Napoleons Diensten in der Schlacht an der Beresina. Halten wir die gefallenen Eidgenossen in Ehren!

 

 


Beresinalied

1.
Unser Leben gleicht der Reise eines Wandrers in der Nacht,
jeder hat in seinem Gleise, etwas, das ihm Kummer macht.

2.
Aber unerwartet schwindet vor uns Nacht und Dunkelheit,
und der Schwergedrückte findet Linderung in seinem Leid.

3.
Darum lasst uns weitergehen; weichet nicht verzagt zurück!
Hinter jenen fernen Höhen wartet unser noch ein Glück.

4.
Mutig, mutig, liebe Brüder, gebt die bangen Sorgen auf;
morgen steigt die Sonn` schon wieder freundlich an dem Himmel auf.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 16, Seite 8, Buch 53

Wo Berge sich erheben

Wo Berge sich erheben

1.
Wo Berge sich erheben zum hohen Himmelszelt, da ist ein
freies Leben, da ist die Alpenwelt. Es grauet uns kein Morgen,
es dämmert keine Nacht; dem Auge unverborgen, das Licht
des Himmels lacht. Refr.: Trallala …

2.
Da droben thront der Friede, ob die Lawine kracht; der
Fels hat als Ägide die Hütte überdacht. Schallt Kriegsgeschrei
vom Tale, der Älpler drob erwacht; er steigt vom hohen Walle
und stürzt sich in die Schlacht. Refr.: Trallala …

3.
O freies Alpenleben, o schöne Gotteswelt, ein Aar in Lüften
schweben, so nah dem Sternenzelt! Dem Älpler nehmt die Berge,
wohin mag er noch ziehn? Paläste sind ihm Särge, drin muss
er schnell verblühn. Refr.: Trallala …

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 7, Seite 4, Buch 53

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