Flandern in Not

 

Flandern in Not

1.
Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen, er trägt
ein undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld
marschieren, lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

2.
Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel, schön wie ein
Cherubim vom Himmel. Wenn Mägdlein ihren Reigen
schreiten, tut er mit ihnen im Tanze gleiten.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

3.
Der Tod kann auch die Trommel rühren, du kannst den
Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt lang, er trommelt
laut, er trommelt auf einer Totenhaut
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

4.
Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat’s das Blut vom
Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Lands-
knecht man zum Grabe trug.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

5.
Der dritte Wirbel ist solang gegangen, bis der Landsknecht
von Gott seinen Segen empfangen. Der vierte Wirbel ist leis
und lind, als wiegt eine Mutter in Schlaf ihr Kind.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

6.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann
lächelnd im Tanze schreiten, er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

 

Auch als „Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen“ bekannt

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 41, Seite 19, Buch 53

Bin ein fahrender Gesell

 

Bin ein fahrender Gesell

1.
Bin ein fahrender Gesell, kenne keine Sorgen, nährt mich
heut der Felsenquell, tun es Reben morgen. Bin ein Ritter lobe-
sam, reit auf Schusters Rappen, führ den lockern Zeisighahn und
den Spruch im Wappen. Refr.: Nur immer lustig Blut und
heitrer Sinn, ja futsch ist futsch, und hin ist hin.

2.
Zieh ich in ein Städtchen ein, spür ich’s im Gehirne,
wo man trifft den besten Wein und die schönste Dirne.
Spielmann lächelt wohlgemut, streicht die Fidel schneller,
und ich werf ihm in den Hut meinen letzten Heller.
Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn, ja futsch
ist futsch, und hin ist hin.

3.
Meister Wirt, darfst heut nicht ruhn, schlag heraus den
Zapfen. Back, Frau Wirtin, mir ein Huhn und zum Nachtisch
Krapfen. Was ich heut nicht zahlen kann, zahlen will ich’s künf-
tig, darum schreib’s mit Kreide an, Wirt, und denk vernünftig.
Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn, ja futsch
ist futsch, und hin ist hin.

4.
Wein dir nicht die Äuglein trüb, Mägdelein, vor Trauer,
fahrender Gesellen Lieb ist von kurzer Dauer. Fahrender Gesellen
Lieb endet vor den Toren, wein dir nicht die Äuglein trüb, hast
nicht viel verloren. Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn,
ja futsch ist futsch, und hin ist hin.

5.
Kommt ein Stern mit einem Schwanz, will die Welt zertrümmern,
leiert euren Rosenkranz, mich soll’s wenig kümmern!
Wird dem Weltenbrand zum Raub Berg und Tal und Heide,
wird das Wirtshaus auch zu Staub, schwarzes Brett und Kreide.
Refr.: Nur immer lustig Blut und heitrer Sinn, ja futsch
ist futsch, und hin ist hin.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 35, ohne Strophe 2, Seite 16, Buch 53

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