Das Leben ist ein Würfelspiel

 

Das Leben ist ein Würfelspiel

1.
Das Leben ist auch ein Würfelspiel,
wir würfeln alle Tage.
Dem einen bringt das Schicksal viel,
dem and’ren Müh’ und Plage.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

2.
Wir würfeln, dass die Platte kracht,
nach alter Landsknecht Sitte.
Schon mancher, der das Spiel verlacht,
verschwand aus unsrer Mitte.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

3.
Noch würfeln wir um unser Glück
und um ein gut Gelingen.
Vielleicht auch bald um das Genick,
wenn die Granaten singen.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

4.
Doch Furcht, die ist uns unbekannt,
wie auch die Würfel liegen.
Wir kämpfen für das Vaterland
und glauben, dass wir siegen.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

5.
Und auch im Himmel wollen wir
den Würfelbecher schwingen.
Und noch im himmlischen Revier
Soldatenlieder singen !

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

 

1935

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 58, Strophen 1-2 & 5, Seite 26, Buch 53

Flandern in Not

 

Flandern in Not

1.
Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen, er trägt
ein undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld
marschieren, lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

2.
Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel, schön wie ein
Cherubim vom Himmel. Wenn Mägdlein ihren Reigen
schreiten, tut er mit ihnen im Tanze gleiten.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

3.
Der Tod kann auch die Trommel rühren, du kannst den
Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt lang, er trommelt
laut, er trommelt auf einer Totenhaut
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

4.
Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat’s das Blut vom
Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Lands-
knecht man zum Grabe trug.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

5.
Der dritte Wirbel ist solang gegangen, bis der Landsknecht
von Gott seinen Segen empfangen. Der vierte Wirbel ist leis
und lind, als wiegt eine Mutter in Schlaf ihr Kind.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

6.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann
lächelnd im Tanze schreiten, er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

 

Auch als „Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen“ bekannt

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 41, Seite 19, Buch 53

Vom Barette schwankt die Feder

 

Vom Barette schwankt die Feder

1.
Vom Barette schwankt die Feder, biegt und wiegt im Winde
sich; unser Wams von Büffelleder ist zerfetzt von Hieb
und Stich. Ja von Stich und Hieb und ein Lieb muss ein, ja
muss ein Landsknecht haben.

2.
Unsre Linke an dem Schwerte, in der Rechten einen Spiess,
kämpfen wir, soweit die Erde, bald für das und bald für dies.
Ja für dies und das, Suff und Frass muss ein, ja muss ein Lands-
knecht haben.

3.
Ruhm und Beute zu gewinnen, ziehn wir mutig in die
Schlacht. Einmal müssen wir von hinnen, hurtig drum bei Tag
und Nacht. Ja bei Nacht und Tag, was er mag, muss ein, ja
muss ein Landsknecht haben.

4.
Sollte ich einst liegen bleiben in der bluterfüllten Schlacht,
sollt ihr mir ein Kreuzlein schneiden auf den tiefen, dunklen
Schacht! Ja mit Trommeln viel und Pfeifenspiel sollt ihr, ja
sollt ihr mich begraben.

5.
Landsknechtleben, lustig Leben, in der Schenke heijuhei!
Hockt ein fader Kerl daneben, Ali Pascha steh ihm bei. Ja,
so schmeisst ich ihn raus, ha,ha,ha, reines Haus muss ein,
ja muss ein Landsknecht haben.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 39, Seite 18, Buch 53

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