Lass dich zum Abschied küssen …

Lass dich zum Abschied küssen …

1.
Lass dich zum Abschied küssen herzallerliebstes Kind,
wenn wir ins Feld nun müssen, weil wir Soldaten sind.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

2.
Lass mich noch einmal spüren den Druck der kleinen Hand,
bald werden wir maschieren, uns ruft das Vaterland.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

3.
Wenn ich auch viele Tage ferne von dir nun bin, dein
lichtes Bild ich trage immer in meinem Sinn.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

4.
Es wird mich stets begleiten anmutig, hell und schön, bis
zu den frohen Zeiten, da wir uns wiedersehen.
Refr.: Drum weine nicht mehr, nimm’s nicht so schwer, bald
werden wir wieder beisammen sein. Weine nicht mehr, wenn ich
wiederkehr, mein lie–bes Mägdelein, mein liebes, süsses, kleines
Mägdelein, dann lass uns glücklich sein!

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 50, Seite 23, Buch 53

Flandern in Not

 

Flandern in Not

1.
Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen, er trägt
ein undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld
marschieren, lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

2.
Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel, schön wie ein
Cherubim vom Himmel. Wenn Mägdlein ihren Reigen
schreiten, tut er mit ihnen im Tanze gleiten.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

3.
Der Tod kann auch die Trommel rühren, du kannst den
Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt lang, er trommelt
laut, er trommelt auf einer Totenhaut
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

4.
Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat’s das Blut vom
Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Lands-
knecht man zum Grabe trug.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

5.
Der dritte Wirbel ist solang gegangen, bis der Landsknecht
von Gott seinen Segen empfangen. Der vierte Wirbel ist leis
und lind, als wiegt eine Mutter in Schlaf ihr Kind.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

6.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann
lächelnd im Tanze schreiten, er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

 

Auch als „Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen“ bekannt

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 41, Seite 19, Buch 53

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