Frisch auf, Kameraden

 

Frisch auf, Kameraden

1.
Frisch auf, Kameraden, der Tag erwacht,
wir schreiten der Sonne entgegen.
Es weichen die Schatten, vorbei ist die Nacht,
ein Leuchten auf Matten und Wegen!
Des Morgens belebende Ströme im Blut
nähren im Herzen die göttliche Glut.

2.
Frisch auf, Kameraden, die Trommel rollt,
sie sammelt die Starken und Freien.
Vergessen der Hader, wer zweifelt und grollt
verlasse die mannhaften Reihen.
Die Kette erduldet kein weichendes Glied,
kraftvoll erklinge ihr ehernes Lied.

3.
Frisch auf, Kameraden, der Sturmwind pfeifft,
wir hüten ein heiliges Erbe.
Wer aber den Mahnruf der Zeit nicht begreift,
der werde ein Knecht und verderbe.
Den Eid auf dem Rütli, wir schwören ihn neu:
Aufrecht und menschlich sein, tapfer und treu!

 

Heimatarchiv:
Kamerad an meiner Seite – Mumenthaler, 1941/42, Seite 9, Buch 57

Ich hatt’ einen Kameraden

 

 

Ich hatt’ einen Kameraden

1.
Ich hatt’ einen Kameraden, einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite, er ging an meiner Seite
im gleichen Schritt und Tritt.

2.
Eine Kugel kam geflogen; gilt sie mir, oder gilt sie dir?
Ihn hat es weggerissen, er liegt vor meinen Füssen,
als wär’s ein Stück von mir.

3.
Will mir die Hand noch reichen, derweil ich eben lad’.
Kann dir die Hand nicht geben, bleib du im ew’gen Leben
mein guter Kamerad!

 

Auch bekannt als „Der gute Kamerad

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 68, Seite 30, Buch 53

Du bist mein Kamerad

Du bist mein Kamerad

1.
Einst kannten wir uns nicht, Kameraden rechts und links.
Und taten unsre Pflicht, Kameraden rechts und links.
Und bei der Pflicht fürs Vaterland,
das Herze sich zum Herzen fand,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

2.
Ob arm du oder reich, Kameraden rechts und links,
hier sind wir alle gleich, Kameraden rechts und links.
Dein Stand dich nicht verleite,
es gehn an deiner Seite
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

3.
Und hast du einen Schmerz, Kameraden rechts und links,
dann öffne uns dein Herz, Kameraden rechts und links.
Kopf hoch! Und nicht verzagen,
wir helfen dir ihn tragen,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

4.
Wenn wir im Felde stehn, Kameraden rechts und links,
dann kann und nichts geschehen, Kameraden rechts und links.
In Kampf und in Gefahren wird Freundschaft uns bewahren,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

5.
Und wir einst Friede sein, Kameraden rechts und links,
dann kehrt ein jeder heim, Kameraden rechts und links.
Und denkt an allen Tagen an seine Kameraden,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 63, Seite 28, Buch 53

Funkerlied

 

Funkerlied

1.
Alle aufgepasst!
Alle Tritt gefasst!
Wir marschieren in Reih und Glied.
Alle aufgepasst!
Alle Tritt gefasst!
Denn wir singen das Funkerlied.
Von der Funkerei,
und der Liebe nebenbei,
singt alle fröhlich mit,
singt, Kameraden, mit:

Refr.:
In dem Städtchen
wohnt ein Mädchen
und das lieben wir so sehr,
denn es hat zwei blaue Augen,
blonde Haare,
neunzehn Jahre,
ei, was wollen wir noch mehr,
wir Funkersoldaten.
Denn wir sind ja von der … Kompanie,
und wir geben stets: Ich liebe, liebe Sie!
Und alle Mädchen singen mit.
Di-do-di-di, di-do-di-di.
es lebe uns’re Hammerkompagnie.

2.
Kommt der Sonntag dann,
geht es mit Hurra
in das Städtelein hinein.
Jeder zeiget dann,
dass er tanzen kann
mit dem schönsten Mägdelein.
Wenn die Geige singt
und ein Walzerlied erklingt,
singt alle fröhlich mit,
singt, Kameraden mit:

Refr.:
In dem Städtchen
wohnt ein Mädchen
und das lieben wir so sehr,
denn es hat zwei blaue Augen,
blonde Haare,
neunzehn Jahre,
ei, was wollen wir noch mehr,
wir Funkersoldaten.
Denn wir sind ja von der … Kompanie,
und wir geben stets: Ich liebe, liebe Sie!
Und alle Mädchen singen mit.
Di-do-di-di, di-do-di-di.
es lebe uns’re Hammerkompagnie.

3.
Ist der Dienst auch schwer,
drückt das MG sehr,
wir verzagen dennoch nicht,
ob auch schmerzt die Hand,
ob auch knirscht der Sand,
der Schweiss tritt ins Gesicht.
Dann ertönt ein Lied,
wie von selbst aus Reih und Glied,
singt alle fröhlich mit,
singt Kameraden, mit:

Refr.:
In dem Städtchen
wohnt ein Mädchen
und das lieben wir so sehr,
denn es hat zwei blaue Augen,
blonde Haare,
neunzehn Jahre,
ei, was wollen wir noch mehr,
wir Funkersoldaten.
Denn wir sind ja von der … Kompanie,
und wir geben stets: Ich liebe, liebe Sie!
Und alle Mädchen singen mit.
Di-do-di-di, di-do-di-di.
es lebe uns’re Hammerkompagnie.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 60, Seite 27, Buch 53

Das Leben ist ein Würfelspiel

 

Das Leben ist ein Würfelspiel

1.
Das Leben ist auch ein Würfelspiel,
wir würfeln alle Tage.
Dem einen bringt das Schicksal viel,
dem and’ren Müh’ und Plage.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

2.
Wir würfeln, dass die Platte kracht,
nach alter Landsknecht Sitte.
Schon mancher, der das Spiel verlacht,
verschwand aus unsrer Mitte.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

3.
Noch würfeln wir um unser Glück
und um ein gut Gelingen.
Vielleicht auch bald um das Genick,
wenn die Granaten singen.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

4.
Doch Furcht, die ist uns unbekannt,
wie auch die Würfel liegen.
Wir kämpfen für das Vaterland
und glauben, dass wir siegen.

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

5.
Und auch im Himmel wollen wir
den Würfelbecher schwingen.
Und noch im himmlischen Revier
Soldatenlieder singen !

Refr.:
Drum frisch auf, Kameraden,
den Becher zur Hand!
Zwei Sechser auf den Tisch!
Der eine ist fürs Vaterland,
der andere ist für mich.

 

1935

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 58, Strophen 1-2 & 5, Seite 26, Buch 53

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