Frisch auf, Kameraden

 

Frisch auf, Kameraden

1.
Frisch auf, Kameraden, der Tag erwacht,
wir schreiten der Sonne entgegen.
Es weichen die Schatten, vorbei ist die Nacht,
ein Leuchten auf Matten und Wegen!
Des Morgens belebende Ströme im Blut
nähren im Herzen die göttliche Glut.

2.
Frisch auf, Kameraden, die Trommel rollt,
sie sammelt die Starken und Freien.
Vergessen der Hader, wer zweifelt und grollt
verlasse die mannhaften Reihen.
Die Kette erduldet kein weichendes Glied,
kraftvoll erklinge ihr ehernes Lied.

3.
Frisch auf, Kameraden, der Sturmwind pfeifft,
wir hüten ein heiliges Erbe.
Wer aber den Mahnruf der Zeit nicht begreift,
der werde ein Knecht und verderbe.
Den Eid auf dem Rütli, wir schwören ihn neu:
Aufrecht und menschlich sein, tapfer und treu!

 

Heimatarchiv:
Kamerad an meiner Seite – Mumenthaler, 1941/42, Seite 9, Buch 57

Schwaderlocher Pontonierlied

Schwaderlocher Pontonierlied

Lied-Text Version 1 vom Jahre 1992

1.
Wir sind die Pontoniere
vom PFV Schwaderloch.
Wir kämpfen um Sieg und Ehre
mit Ruder und Stachel im Boot.
Wir stacheln längs dem Ufer
das Boot das gleitet elegant,
dann rudern wir hinüber,
das Ruder in sicherer Hand.

Refr.: Pontonier sein, Pontonier sein,
ist das schönste auf der Welt,
bei uns wird beim feiern nur Alkohol bestellt.
Ein Mädchen im Arme, in der Hand ein Glas Bier,
so geht das in den Morgen, so singen und feiern wir.

2.
Will’s uns mal nicht gelingen,
nehmen wir’s nicht schwer.
Einen Kranz zu erringen,
das Glas das bleibt niemals leer.
Wir sind die Pontoniere
vom PFV Schwaderloch,
wir kämpfen um Sieg und Ehre
mit Ruder und Stachel im Boot.

Refr.: Pontonier sein, Pontonier sein,
ist das schönste auf der Welt,
bei uns wird beim feiern nur Alkohol bestellt.
Ein Mädchen im Arme, in der Hand ein Glas Bier,
so geht das in den Morgen, so singen und feiern wir.

3.
Manches Ruder ist zerbrochen,
manch Stachel brach entzwei.
Das lässt uns nicht erschüttern,
wir sind mit dem Herzen dabei.
Hand-hoch drücken kehrt,
viele Zehner sollen es sein.
Eine gut gezielte Landung
und dann einen Pontonierwein

Refr.: Pontonier sein, Pontonier sein,
ist das schönste auf der Welt,
bei uns wird beim feiern nur Alkohol bestellt.
Ein Mädchen im Arme, in der Hand ein Glas Bier,
so geht das in den Morgen, so singen und feiern wir.

Texterweiterung im Jahre 2000

4.
Mer send scho hundert Johr alt
de PFV Schwaderloch
mer gsänd zwar ned so alt uus
mer läbed immer no.

Mer werded immer jung sii
mit Ruder und Stachel im Boot
so lang d’Flüss no Wasser händ
füehre mer sicher euses Boot.

Refr.: De PFV Schwaderloch esch hundert Johr
und esch no immer jung
er hät es aktivs Läbe
isch rüschtig und au gsund.

5.
Mer fiired hüt es Jubiläum
dorum simmer jo alli do
mer hocked alli zäme
wäg dem Fäscht simmer jo cho.

Mer stossed do druf aa
of hundert schöni Johr
das mer am nöchschte PFV-Fäscht
alli send wieder do.

Refr.: De PFV Schwaderloch esch hundert Johr
und esch no immer jung
er hät es aktivs Läbe
isch rüschtig und au gsund.

6.
Es git jo nüd schönres
als ruedere of em Fluss
au bim allerhöchschte Wasserstand
goht eus de Pfuus ned uus.

Mer chöned au guet singe
und fäschte sowieso
uf em Wasser düemer läbe
das wüssed ihr alli jo.

Refr.: De PFV Schwaderloch esch hundert Johr
und esch no immer jung
er hät es aktivs Läbe
isch rüschtig und au gsund.

Und wir müssen auf der Strass’ marschieren

 

 

Und wir müssen auf der Strass’ marschieren

1.
Und wir müssen auf der Strass marschieren,
können nicht aus Reih und Gliede gehen:
Heute leben wir noch miteinander,
morgen ist es wohl um uns geschehn.

2.
Und wir haben doch in unseren Herzen
all die Freuden, die das Leben gibt:
Wein und Lieder, Sonne und die Sterne
und ein Mägdlein, das uns herzlich liebt.

3.
Können wir uns nicht vom Hasse trennen
und ein Mensch zum andern Menschen sein?
Ach, so viele sind auf dieser Erde
von dem Anfang bis zum End allein.

4.
Lasst uns weiter auf der Strass marschieren,
immer weiter bis zur Dunkelheit…
bis dass wir und alle miteinander
an uns fallen in der Müdigkeit.

 

Ein Soldatenlied, getextet und komponiert von Hans Roelli (1889-1962).

 

Im 2. Weltkrieg war Roelli rund 300 Mal zu Konzerten bei der Schweizer Armee im Aktivdienst. Er schrieb diverse Soldatenlieder, von denen sich dieses auch ausserhalb der Armee grosser Beliebtheit erfreute. Auf dem Album „Hüttenlieder – gesungen von der Jungen Kirche Zollikerberg“ macht es den Anfang.

 

Gitarre, Gesang: Jean-Marc Monhart, aufgenommen am 20. 10.2011

 

Auf der offiziellen Hans & Margit Roelli Stiftung Webseite heisst das Lied Marsch auf der öden Strasse und die 4. Strophe fehlt, warum auch immer.

Du bist mein Kamerad

Du bist mein Kamerad

1.
Einst kannten wir uns nicht, Kameraden rechts und links.
Und taten unsre Pflicht, Kameraden rechts und links.
Und bei der Pflicht fürs Vaterland,
das Herze sich zum Herzen fand,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

2.
Ob arm du oder reich, Kameraden rechts und links,
hier sind wir alle gleich, Kameraden rechts und links.
Dein Stand dich nicht verleite,
es gehn an deiner Seite
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

3.
Und hast du einen Schmerz, Kameraden rechts und links,
dann öffne uns dein Herz, Kameraden rechts und links.
Kopf hoch! Und nicht verzagen,
wir helfen dir ihn tragen,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

4.
Wenn wir im Felde stehn, Kameraden rechts und links,
dann kann und nichts geschehen, Kameraden rechts und links.
In Kampf und in Gefahren wird Freundschaft uns bewahren,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

5.
Und wir einst Friede sein, Kameraden rechts und links,
dann kehrt ein jeder heim, Kameraden rechts und links.
Und denkt an allen Tagen an seine Kameraden,
Kameraden rechts und links.

Refr.: Ein Jahr, ein Jahr ist wiederum vorüber,
und wenn wir oft auch Leid erfahren,
manche Stunden glücklich waren,
lasst uns singen, Brüder,
du bist mein Kamerad, du bist mein Kamerad.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 63, Seite 28, Buch 53

Marijanca

Marijanca

1.
Ein Schiff fuhr ein in den Hafen von St.Pauli, am Ufer
stand ein schwarzbraun Mägdelein. Refr.: Marijanca, komm,
lass dich küssen, denn du musst wissen (mein Schatz), dass ich
dich von Herzen liebe; wie die Sterne, in weiter Ferne,
strahlendes Glück für uns zwei, Marijanca, bald wirst du
mein.

2.
Ich stand an Bord und träumte mit den Wellen, von
einem Mädchen, das Marijanca heisst. Refr.: Marijanca, komm,
lass dich küssen, denn du musst wissen (mein Schatz), dass ich
dich von Herzen liebe; wie die Sterne, in weiter Ferne,
strahlendes Glück für uns zwei, Marijanca, bald wirst du
mein.

3.
In keiner Stadt und auch in keinem Hafen findest du
ein Mädchen, das Marijanca heisst. Refr.: Marijanca, komm,
lass dich küssen, denn du musst wissen (mein Schatz), dass ich
dich von Herzen liebe; wie die Sterne, in weiter Ferne,
strahlendes Glück für uns zwei, Marijanca, bald wirst du
mein.

4.
Deine Lippen sind so entzückend, wer sie nur einmal geküsst,
der weiss auch, was Liebe ist. Refr.: Marijanca, komm,
lass dich küssen, denn du musst wissen (mein Schatz), dass ich
dich von Herzen liebe; wie die Sterne, in weiter Ferne,
strahlendes Glück für uns zwei, Marijanca, bald wirst du
mein.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 55, Seite 25, Buch 53

 

Die Gedanken sind frei

 

 

 

Die Gedanken sind frei


1.
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei,
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschiessen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

2.
Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

3.
Ich liebe den Wein,
mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein
am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine
bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei:
die Gedanken sind frei.

4.
Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreissen die Schranken
und Mauern entzwei:
die Gedanken sind frei.

5.
Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
die Gedanken sind frei.

 

Edelweiss

 

 

Edelweiss

1.
Ganz einsam und verlassen an einer Felsenwand, stolz unter
blauem Himmel ein kleines Blümlein stand. Ich konnt nicht
widerstehen, ich brach das Blümelein und schenkte es dem
schönsten, herzliebsten Mägdelein. Refr.: Es war ein Edelweiss,
ein kleines Edelweiss, hollahidi-hollala, hollahiliho.

2.
Sie trägt es treu in Ehren an ihrem Sonntagskleid, sie weiss,
dass dieses Sternlein ein Männerherz erfreut. Sie trägt es mir
zuliebe, und ich bin stolz darauf, denn diese zarte Blume schloss
einst zwei Herzen auf. Refr.: Es war ein Edelweiss,
ein kleines Edelweiss, hollahidi-hollala, hollahiliho.

3.
So einsam und verlassen, wie dieses Blümlein stand, so
standen wir im Leben, bis Herz zu Herz sich fand. Ein Leben
voller Liebe und Glück und Sonnenschein hat uns gebracht das
kleine, einsame Blümelein. Refr.: Es war ein Edelweiss,
ein kleines Edelweiss, hollahidi-hollala, hollahiliho.

 

Auch bekannt als „Ganz einsam und verlassen (Edelweiss)“

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 49, Seite 22, Buch 53

Flandern in Not

 

Flandern in Not

1.
Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen, er trägt
ein undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld
marschieren, lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

2.
Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel, schön wie ein
Cherubim vom Himmel. Wenn Mägdlein ihren Reigen
schreiten, tut er mit ihnen im Tanze gleiten.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

3.
Der Tod kann auch die Trommel rühren, du kannst den
Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt lang, er trommelt
laut, er trommelt auf einer Totenhaut
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

4.
Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat’s das Blut vom
Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Lands-
knecht man zum Grabe trug.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

5.
Der dritte Wirbel ist solang gegangen, bis der Landsknecht
von Gott seinen Segen empfangen. Der vierte Wirbel ist leis
und lind, als wiegt eine Mutter in Schlaf ihr Kind.
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

6.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann
lächelnd im Tanze schreiten, er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Refr.: Flandern in Not! In Flandern reitet der Tod.

 

Auch als „Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen“ bekannt

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 41, Seite 19, Buch 53

Wir sitzen so fröhlich beisammen

Wir sitzen so fröhlich beisammen

1.
Wir sitzen so fröhlich beisammen und haben uns alle so
lieb, erheitern einander das Leben; ach, wenn es doch immer
so blieb.

2.
Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechsel-
den Mond. Es blüht eine Zeit und verwelkt, was mit uns die
Erde bewohnt.

3.
Doch weil es nicht immer so bleibet, so haltet die Freude
recht fest! Wer weiss denn, wie bald uns zerstreuet das Schick-
sal nach Ost und nach West.

4.
Und sind wir auch fern voneinander, so bleiben die Herzen
sich nah, und alle, ja alle wird`s freuen, wenn einem was
Gutes geschah.

5.
Und kommen wir wieder zusammen, auf wechselnder
Lebensbahn, so knüpfen ans fröhliche Ende den fröhlichen
Anfang wir an!

 

Es gibt diverse andere Versionen im Netz

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 20, Seite 10, Buch 53

Ein gar eigen Frühlingslied

Ein gar eigen Frühlingslied 

1.
Ein gar so eigen Frühlingslied begann der Fink im Wald,
die wundersame Melodie sang jedes Vöglein bald. Ref.: Die
Herzen auf, die Rosen blühn, so klingt es weit und breit, was
ist wie du so wonnesam, o schöne Maienzeit.

2.
Voll Sehnen sang`s die Nachtigall, auf Flügel nahm`s der
Wind und trug es über Berg und Tal in alle Welt geschwind!
Refr.: Die Herzen auf, die Rosen blühn, so klingt es weit
und breit, was ist wie du so wonnesam, o schöne Maienzeit.

3.
Es rauscht der Bach im Erlengrund des süssvertrauten Klang,
und wo die Liebe träumend geht, lauscht freudig sie dem
Sang: Refr.: Die Herzen auf, die Rosen blühn, so klingt es weit
und breit, was ist wie du so wonnesam, o schöne Maienzeit.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 5, Seite 3, Buch 53

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