Sappeur- (Pontonier-) Lied

 

Sappeur- (Pontonier-) Lied

1.
Des Morgens um halb sechse stehn wir auf – und
steigen aufs – Gerüst hinauf. Refr.: Darum aufgeschaut,
fest Gerüst gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz
her).

2.
Fällt einer vom Gerüst herab, so findet er – sein kühles
Grab. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst gebaut und
auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

3.
Sechs Zimmerleute tragen ihn zur Ruh und decken ihn
– mit Erde zu. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst
gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

4.
Sechs Kinder laufen hinterm Sarge her. Sie haben kei-
nen Vater mehr. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst
gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

5.
Ich bin ja nur ein armer Zimmermann, versauf mein Geld,
so gut ich kann. Refr.: Darum aufgeschaut, fest Gerüst
gebaut und auf seinen Kamerad vertraut (Holz her).

 

Auch bekannt unter „Frühmorgens um halb sechse“ oder „Zimmermannsklatsch

Das Lied ist ein Zunftbrauch, insbesondere der Zimmerleute, bei dem zwei oder in einer Reihe mehrere Gesellen sitzend oder stehend mit Unterstützung von Gesang im Takt und genau in vorgegebener Reihenfolge auf die Oberschenkel, Hüften und gegeneinander in die Hände klatschen. Geklatscht wird auch in schwierigen Formationen, wie im Dreier-, Vierer-, Siebenerklatsch sitzend oder stehend oder im Viererklatsch zwei Gesellen sitzend und zwei stehend.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 67, Seite 30, Buch 53

Der Trommelknabe

 

Der Trommelknabe

1.
Wir ziehen über die Strassen mit schwerem, festem Schritt.
Und über uns die Fahne, sie flattert lustig mit. Refr.: Don,
don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

2.
Voran der Trommelknabe schlägt seine Trommel gut; er
weiss noch nichts von Liebe, weiss nicht, wie Scheiden tut.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

3.
Er trommelte schon manchem wohl in das kühle Grab,
und dennoch liebt ein jeder kleinen Trommelknab.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

4.
Vielleicht bin ich es morgen, der sterben muss im Blut.
Der Knab’ weiss nichts, von Liebe, weiss nicht, wie Sterben tut.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

5.
Sankt Jörg, der edle Ritter, verleih uns neuen Mut.
Für Vaterland und Ehre vergiessen wir das Blut.
Refr.: Don, don, don, don, hei, diridiri, don, diri don.

 

Auch bekannt als „Wir ziehen über die Strassen“

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 40, Seite 18, Buch 53

Han ame-n-Ort es Blüemeli gseh

 

 


Han ame-n-Ort es Blüemeli gseh

1.
Han ame-n-Ort es Blüemli gseh, es Blüemli rot und wiss.
Das Blüemli gseh-n-i nümmemeh, drum tuet es mir im Herz so
weh.
Ref.: O Blüemli mi, o Blüemli mi, ich möcht, i möcht
gern bi der si. O Blüemli mi, o Blüemli mi, i möcht
gern bi der si.

2.
O lat mi bi mim Blüemli si,  i g’schänd es wäger nit. Es
tröpflet wohl es Tränli dri. Ach! I ma nümmi lustig si.
Ref.: O Blüemli mi, o Blüemli mi, ich möcht, i möcht
gern bi der si. O Blüemli mi, o Blüemli mi, i möcht
gern bi der si.

3.
Und wenn i einisch gstorbe bi und ’s Blüemli au verdirbt,
so tüet mer da mis Blüemeli mir uf d’s Grab, das bitten i, uf
d’s Grab, uf d’s Grab zu mir!
Ref.: O Blüemli mi, o Blüemli mi, ich möcht, i möcht
gern bi der si. O Blüemli mi, o Blüemli mi, i möcht
gern bi der si.

 

Heimatarchiv:
Wir singen….. mit Gfr. Schreiber, 08.1964, Lied 27, Seite 13, Buch 53

Scroll Up
Menü